{"id":81,"date":"2025-07-09T17:33:27","date_gmt":"2025-07-09T17:33:27","guid":{"rendered":"https:\/\/anvie.art\/?p=81"},"modified":"2025-09-26T18:39:36","modified_gmt":"2025-09-26T18:39:36","slug":"wie-alles-anfing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anvie.art\/?p=81","title":{"rendered":"Warum mir die kognitive Psychotherapie nicht geholfen hat"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem Blogartikel geht es darum, wie meine Heilungsgeschichte begann und warum mir die kognitive Psychotherapie nicht bei der Behandlung von Depressionen geholfen hat. Au\u00dferdem schreibe ich dar\u00fcber, wie das Wissen \u00fcber Trauma uns auf den Heilungsweg bringen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie alles anfing<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit 21 Jahren habe ich mich das erste Mal intensiv mit meiner Geschichte und meiner Kindheit und mit der Rolle, die ich in meiner Familie eingenommen habe, besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da war ich mitten im Bachelorstudium der Sozialwissenschaften in meinem 16 m2 Zimmer in einer Studentenwohnanlage im Studentenviertel Bilk in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin zur \u201cVertrauensdozentin\u201d gegangen, weil es mir so schlecht ging, ich hatte keine Motivation, war super ersch\u00f6pft und es fiel mir schwer, aufzustehen. Sie sagte mir, dass ich wahrscheinlich eine Depression habe. Und da fing alles an\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erinnerte mich an die Scham, die ich empfing und wollte niemandem davon erz\u00e4hlen. Aber ich wollte ab dem Zeitpunkt herausfinden, was mit mir passiert ist. Bevor alles eingebrochen ist, habe ich im &#8220;Auto-Modus&#8221; das gemacht, was von mir erwartet wurde. Ich hatte ein 1,4 Abi, spielte Klavier und Volleyball, hatte gute Noten im Studium und einen scheinbar recht gro\u00dfen Freundeskreis.<\/p>\n\n\n\n<p>Also im Au\u00dfen hatte ich bis dahin gut funktioniert und ich war recht &#8220;erfolgreich&#8221; im System. Auch heute noch werden Kinder im (Schul)system daf\u00fcr belohnt, sich anzupassen. Doch das hat seine Kosten aufgrund der Unterdr\u00fcckung der eigenen Authentizit\u00e4t. <\/p>\n\n\n\n<p>Dies hat sich bei mir sp\u00e4ter gezeigt durch eine Leere in mir, durch ein &#8220;Nichtsf\u00fchlen&#8221;, eine unglaubliche Schwere, die mich nicht aufstehen lie\u00df.\u00a0Ich habe mich von mir selbst abgeschnitten gef\u00fchlt und von meiner Umgebung um mich herum.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgten mehrere Jahre des Auf und Abs, ich hatte in den Wintermonaten immer wieder depressive Phasen, die sich in den Sommermonaten mit Hochphasen abwechselten. Ich hatte mehrere ambulante Verhaltenstherapien und bekam Antidepressiva und als ich dann aber eine erneute depressive Phase hatte, ging ich f\u00fcr 6 Monate in eine Psychiatrie, auf die \u201cDepressionsstation\u201d. Auch dort war die Zeit gepr\u00e4gt von schweren Antidepressiva und Therapiestunden bei einer Verhaltenstherapeutin und dem Chefarzt, der mir lediglich trockene Theorien \u00fcber mein &#8220;Leistungsdenken&#8221; n\u00e4her bringen wollte. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die kognitive Verhaltenstherapie<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch jetzt bin ich 30 und kann r\u00fcckblickend sagen, dass niemand &#8211; weder Psychotherapeuten, Psychiater noch der Chefarzt der Psychiatrie mir geholfen haben. Denn niemand hat die Ursachen meines Leidens herausgefunden bzw. therapiert. Die Therapien waren auf eine kognitive Verhaltenstherapie ausgelegt und ich habe einige gute Tools an die Hand bekommen. Diese waren auf Achtsamkeit der Gedanken und Gef\u00fchle ausgelegt. Es ging zum Beispiel um die Bewusstwerdung &#8220;Du bist nicht dein Gedanke&#8221; oder &#8220;Du f\u00fchlst Traurigkeit, aber du bist nicht die Traurigkeit&#8221;. Oder mir wurde die &#8220;5 &#8211; 4 -3 -2 -1 Methode&#8221; gezeigt, bei der es darum geht, seine Aufmerksamkeit auf seine Sinne zu lenken, um im Hier und Jetzt zu sein: Also auf 5 Dinge, die ich sehe, 5 Dinge, die ich h\u00f6re, 5 Dinge, die ich sp\u00fcre und das gleiche dann mit 4 Dingen, die ich sehe, h\u00f6re und sp\u00fcre und dann mit 3 und so weiter. Dies ist hilfreich f\u00fcr den Moment, um innere Anspannung und Stress zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8220;Mit der kognitiven Therapie fand eine wichtige Variante von Achtsamkeit Eingang in die klinische psychologische Praxis, die Klienten hilft, ihr Denken zu \u00fcberpr\u00fcfen und ihnen zeigt, wie sie ihre negativen Denkmuster wahrnehmen und durchbrechen k\u00f6nnen. <strong>Die Kognitive Therapie befasst sich allerdings nicht mit einer gest\u00f6rten Balance im Nervensystem, die zu kognitiven Verzerrungen f\u00fchrt. <\/strong>Vor allem f\u00fcr die Aufarbeitung fr\u00fcher Traumen ist die Kognitive Therapie von daher nur minimal wirksam.&#8221; (aus dem Buch &#8220;Entwicklungstrauma heilen&#8221;, Laurence Heller, Aline La Pierre, S. 43)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Schl\u00fcssel f\u00fcr (meine) Heilung liegt in der Behandlung von Bindungstrauma\/Entwicklungstrauma<\/h2>\n\n\n\n<p>In ihrem Buch &#8220;Trauma und Beziehungen&#8221; schreibt Verena K\u00f6nig, dass sich das Ausma\u00df eines Traumas in unseren Beziehungen widerspiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies habe ich selbst erfahren, da meine letzte Beziehung sehr traumatisch abgelaufen ist. Nach der Trennung ist mir klar geworden, dass ich ein Bindungstrauma habe und dies die Ursache f\u00fcr meine fr\u00fcheren Depressionen war. (Den Post \u00fcber &#8220;Wege aus einer toxischen Beziehung&#8221; dazu findest du <a href=\"https:\/\/anvie.art\/?p=169\" data-type=\"post\" data-id=\"169\">hier<\/a>). <strong>Die Ursachen meines Leidens liegt in einem dysregulierten Nervensystem.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus heutiger Sicht wei\u00df ich, dass die Depression ein Ausdruck meines Nervensystems ist, welches in den &#8220;Shutdown&#8221; gegangen ist, um sich selbst vor zu viel Stress und \u00dcberforderung zu sch\u00fctzen. Dies ist also eine \u00dcberlebensfunktion des K\u00f6rpers, wenn die anderen M\u00f6glichkeiten aus &#8220;Fight&#8221; und &#8220;Flight&#8221; nicht m\u00f6glich sind. Es handelt sich um \u00dcberlebensmechanismen, die wir in der Kindheit unbewusst angewendet haben, wenn wir nicht in einem sicheren Umfeld aufgewachsen sind. Dazu z\u00e4hlen z.B. Eltern, die gewaltt\u00e4tig sind, aber auch emotional nicht verf\u00fcgbare Eltern, die aufgrund eigener Trauma nicht angemessen auf die Bed\u00fcrfnisse des Kindes reagieren k\u00f6nnen. Das Nervensystem reagiert im Falle des \u00dcberlebens autonom und hat die M\u00f6glichkeiten Flucht, Kampf und Erstarrung (&#8220;totstellen&#8221; also Freeze\/Shutdown). Gerade als Kind kann man nicht fliehen oder k\u00e4mpfen und ist auf die Bindung zum Elternteil angewiesen und passt sich dementsprechend an. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Anpassungsleistung rettet in der Kindheit das Leben, f\u00fchrt aber im erwachsenen Alter zu Problemen, da wir uns von uns selbst und unseren Bed\u00fcrfnissen abgeschnitten haben. Das f\u00fchrte dann in meinem Fall zu Depressionen. Mehr zum Thema Trauma findest du in<a href=\"https:\/\/anvie.art\/?p=77\" data-type=\"post\" data-id=\"77\"> diesem Artikel. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ursachen von Depressionen sind nat\u00fcrlich unterschiedlich, aber ich w\u00fcnsche jedem, nicht in dem Gesundheitssystem stecken zu bleiben. Denn meiner Erfahrung nach sind die von der Krankenkasse bezahlten Psychotherapien vor allem darauf ausgelegt, die Patienten wieder \u201cstabil&#8221; f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu machen. Doch dann sind wir weit entfernt davon, uns auf den Weg der Heilung zu machen und wirklich tief an der Wurzel zu heilen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8220;Im Hinblick auf die Geschichte ist Psychotherapie entwickelt worden, um Menschen wieder arbeitsf\u00e4hig zu bekommen. Deshalb wird sie auch von den Krankenkassen bezahlt. Nicht weil sie wollen, dass wir tief mit uns in Verbundenheit kommen und heilen, sondern arbeiten gehen. &#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Damit Charf im Interview mit Verena K\u00f6nig (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vDX_1fEPkjw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vDX_1fEPkjw<\/a>).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche mir, dass sich mehr Menschen auf den Weg der wirklichen Heilung machen und das Wissen \u00fcber Trauma weiter verbreitet wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Schreibe mir gerne in den Kommentaren, welche Erfahrungen du mit Psychotherapie gemacht hast, welche du ausprobiert hast und was dir am meisten geholfen hat \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Blogartikel geht es darum, wie meine Heilungsgeschichte begann und warum mir die kognitive Psychotherapie nicht bei der Behandlung von Depressionen geholfen hat. Au\u00dferdem schreibe ich dar\u00fcber, wie das Wissen \u00fcber Trauma uns auf den Heilungsweg bringen kann. Wie alles anfing Mit 21 Jahren habe ich mich das erste Mal intensiv mit meiner Geschichte und meiner Kindheit und mit der Rolle, die ich in meiner Familie eingenommen habe, besch\u00e4ftigt. Da war ich mitten im Bachelorstudium der Sozialwissenschaften in meinem 16 m2 Zimmer in einer Studentenwohnanlage im Studentenviertel Bilk in D\u00fcsseldorf. Ich bin zur \u201cVertrauensdozentin\u201d gegangen, weil es mir so schlecht ging, ich hatte keine Motivation, war super ersch\u00f6pft und es fiel mir schwer, aufzustehen. Sie sagte mir, dass ich wahrscheinlich eine Depression habe. Und da fing alles an\u2026 Ich erinnerte mich an die Scham, die ich empfing und wollte niemandem davon erz\u00e4hlen. Aber ich wollte ab dem Zeitpunkt herausfinden, was mit mir passiert ist. Bevor alles eingebrochen ist, habe ich im &#8220;Auto-Modus&#8221; das gemacht, was von mir erwartet wurde. 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Ich hatte mehrere ambulante Verhaltenstherapien und bekam Antidepressiva und als ich dann aber eine erneute depressive Phase hatte, ging ich f\u00fcr 6 Monate in eine Psychiatrie, auf die \u201cDepressionsstation\u201d. Auch dort war die Zeit gepr\u00e4gt von schweren Antidepressiva und Therapiestunden bei einer Verhaltenstherapeutin und dem Chefarzt, der mir lediglich trockene Theorien \u00fcber mein &#8220;Leistungsdenken&#8221; n\u00e4her bringen wollte. \u00dcber die kognitive Verhaltenstherapie Doch jetzt bin ich 30 und kann r\u00fcckblickend sagen, dass niemand &#8211; weder Psychotherapeuten, Psychiater noch der Chefarzt der Psychiatrie mir geholfen haben. Denn niemand hat die Ursachen meines Leidens herausgefunden bzw. therapiert. Die Therapien waren auf eine kognitive Verhaltenstherapie ausgelegt und ich habe einige gute Tools an die Hand bekommen. Diese waren auf Achtsamkeit der Gedanken und Gef\u00fchle ausgelegt. Es ging zum Beispiel um die Bewusstwerdung &#8220;Du bist nicht dein Gedanke&#8221; oder &#8220;Du f\u00fchlst Traurigkeit, aber du bist nicht die Traurigkeit&#8221;. Oder mir wurde die &#8220;5 &#8211; 4 -3 -2 -1 Methode&#8221; gezeigt, bei der es darum geht, seine Aufmerksamkeit auf seine Sinne zu lenken, um im Hier und Jetzt zu sein: Also auf 5 Dinge, die ich sehe, 5 Dinge, die ich h\u00f6re, 5 Dinge, die ich sp\u00fcre und das gleiche dann mit 4 Dingen, die ich sehe, h\u00f6re und sp\u00fcre und dann mit 3 und so weiter. Dies ist hilfreich f\u00fcr den Moment, um innere Anspannung und Stress zu reduzieren. &#8220;Mit der kognitiven Therapie fand eine wichtige Variante von Achtsamkeit Eingang in die klinische psychologische Praxis, die Klienten hilft, ihr Denken zu \u00fcberpr\u00fcfen und ihnen zeigt, wie sie ihre negativen Denkmuster wahrnehmen und durchbrechen k\u00f6nnen. Die Kognitive Therapie befasst sich allerdings nicht mit einer gest\u00f6rten Balance im Nervensystem, die zu kognitiven Verzerrungen f\u00fchrt. Vor allem f\u00fcr die Aufarbeitung fr\u00fcher Traumen ist die Kognitive Therapie von daher nur minimal wirksam.&#8221; (aus dem Buch &#8220;Entwicklungstrauma heilen&#8221;, Laurence Heller, Aline La Pierre, S. 43) Der Schl\u00fcssel f\u00fcr (meine) Heilung liegt in der Behandlung von Bindungstrauma\/Entwicklungstrauma In ihrem Buch &#8220;Trauma und Beziehungen&#8221; schreibt Verena K\u00f6nig, dass sich das Ausma\u00df eines Traumas in unseren Beziehungen widerspiegelt. Dies habe ich selbst erfahren, da meine letzte Beziehung sehr traumatisch abgelaufen ist. Nach der Trennung ist mir klar geworden, dass ich ein Bindungstrauma habe und dies die Ursache f\u00fcr meine fr\u00fcheren Depressionen war. (Den Post \u00fcber &#8220;Wege aus einer toxischen Beziehung&#8221; dazu findest du hier). Die Ursachen meines Leidens liegt in einem dysregulierten Nervensystem. Aus heutiger Sicht wei\u00df ich, dass die Depression ein Ausdruck meines Nervensystems ist, welches in den &#8220;Shutdown&#8221; gegangen ist, um sich selbst vor zu viel Stress und \u00dcberforderung zu sch\u00fctzen. Dies ist also eine \u00dcberlebensfunktion des K\u00f6rpers, wenn die anderen M\u00f6glichkeiten aus &#8220;Fight&#8221; und &#8220;Flight&#8221; nicht m\u00f6glich sind. Es handelt sich um \u00dcberlebensmechanismen, die wir in der Kindheit unbewusst angewendet haben, wenn wir nicht in einem sicheren Umfeld aufgewachsen sind. Dazu z\u00e4hlen z.B. Eltern, die gewaltt\u00e4tig sind, aber auch emotional nicht verf\u00fcgbare Eltern, die aufgrund eigener Trauma nicht angemessen auf die Bed\u00fcrfnisse des Kindes reagieren k\u00f6nnen. Das Nervensystem reagiert im Falle des \u00dcberlebens autonom und hat die M\u00f6glichkeiten Flucht, Kampf und Erstarrung (&#8220;totstellen&#8221; also Freeze\/Shutdown). Gerade als Kind kann man nicht fliehen oder k\u00e4mpfen und ist auf die Bindung zum Elternteil angewiesen und passt sich dementsprechend an. Diese Anpassungsleistung rettet in der Kindheit das Leben, f\u00fchrt aber im erwachsenen Alter zu Problemen, da wir uns von uns selbst und unseren Bed\u00fcrfnissen abgeschnitten haben. Das f\u00fchrte dann in meinem Fall zu Depressionen. Mehr zum Thema Trauma findest du in diesem Artikel. Die Ursachen von Depressionen sind nat\u00fcrlich unterschiedlich, aber ich w\u00fcnsche jedem, nicht in dem Gesundheitssystem stecken zu bleiben. Denn meiner Erfahrung nach sind die von der Krankenkasse bezahlten Psychotherapien vor allem darauf ausgelegt, die Patienten wieder \u201cstabil&#8221; f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu machen. 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